Ablauf und Rahmenbedingungen

Eine psychotherapeutische Sitzung dauert 50 Minuten. Üblich ist eine wöchentliche Frequenz, die aber je nach Bedarf und Absprache auch angepasst werden kann.

Das Erstgespräch dient zum gegenseitigen Kennenlernen und natürlich dazu, dass Sie Ihr Anliegen in Ruhe schildern können. Wichtig ist meines Erachtens bereits hier, dass die Chemie stimmt und Sie sich gut aufgehoben fühlen.

Es folgen ggf. 2 - 5 Sitzungen (Probatorische Sitzungen) mit dem Ziel, sich genauer kennenzulernen und gemeinsam ein erstes Verständnis Ihrer Problematik, möglicher Ziele, Schwerpunkte und Methoden für die Therapie zu erarbeiten. Spätestens am Ende der Probatorik erhalten Sie von mir eine Rückmeldung, welche Diagnose vorliegt und ob eine ambulante Psychotherapie geeignet ist, um Ihre Lebensqualität zu verbessern oder welche Optionen es zusätzlich und/oder stattdessen gibt.

Nach der Entscheidung für eine weitere Zusammenarbeit wird ein Antrag auf Bewilligung weiterer Sitzungen bei Ihrer Krankenkasse und/oder Beihilfestelle eingereicht. Die sich anschließende Therapie kann entweder als Kurzzeittherapie (12 - 24 Sitzungen) oder als Langzeittherapie (60 - 100 Sitzungen) erfolgen. Die Höhe des Stundenkontingents und die Länge unserer Zusammenarbeit richten sich dabei auch nach Ihren diesbezüglichen Bedürfnissen, der Diagnose und dem Grad der Beeinträchtigung. Dies stimme ich im Verlauf mit Ihnen gemeinsam ab.

Kostenträger:

  • Selbstzahlende: Möchten Sie die Kosten für die Sitzungen selbst tragen, ist kein Antrag bei Ihrer Kasse und keine Meldung dort bzgl. stattgefundener Sitzungen nötig. Eine Sitzung in meiner Praxis kostet 118 Euro. Die Abrechnung erfolgt dabei nach GOP (2,7-facher Satz).
  • Beihilfeberechtigte: Die ersten 6 Sitzungen werden als Probatorik definiert und sind antragsfreie Leistungen. Während/nach der Probatorik muss ein Antrag auf Bewilligung weiterer Sitzungen bei Ihrer Beihilfestelle eingereicht werden. Jede Beihilfestelle hat dafür eigene Formulare, die Sie entweder online finden können oder die Ihnen auf Anfrage von Ihrer Beihilfestelle zugeschickt werden. Ich werde die Unterlagen dann ausfüllen und an die entsprechende Stelle senden. Die PKV akzeptiert in der Regel den Bewilligungsbescheid der Beihilfestelle und benötigt keinen eigenen Antrag.


  • Privatversicherte: Ob Ihre PKV die Kosten für die Sitzungen bzw. für welche Anzahl von SItzungen übernimmt, entnehmen Sie Ihrem Vertrag. Jede PKV hat zudem eigene Vorgaben bzgl. der Frage, ob ein Antrag eingereicht werden muss und ggf. eigene Formulare, die Ihnen in der Regel auf Anfrage zugeschickt werden und dann von mir ausgefüllt werden. 


  • BAHN-BKK: Versicherte der BAHN-BKK können über einen Selektivvertrag von mir behandelt werden. Die Abrechnung erfolgt dabei direkt mit Ihrer Krankenkasse, Ihnen entstehen bei gültigem Versicherungsverhältnis also keine Kosten.


  • Sonstige gesetzliche Krankenkassen: Ich verfüge über keinen Kassensitz und kann daher nicht mit Ihrer Krankenkasse zusammenarbeiten. Ich kann Ihnen daher leider keine Sitzungen als Kassenleistung anbieten. 



Behandlungsspektrum

Als Approbierte Psychologische Psychotherapeutin mit langjähriger Berufserfahrung kann ich das gesamte Spektrum seelischer Probleme bei Erwachsenen behandeln. Sie finden im Folgenden ein Auflistung verschiedene Störungbilder und Problembereiche. Sollten Sie sich dort mit Ihrer Thematik nicht wiederfinden, können Sie mich trotzdem gerne kontaktieren.

  • Depressive Erkrankungen: z.B. Dysthymie, anhaltende und chronifizierte und/oder wiederkehrende depressive Phasen/Verstimmungen
  • Angststörungen: z.B. Soziale Ängste, Unsicherheiten im Kontakt mit anderen, spezifische Phobien, Panik und ängstliche Unruhezustände, generalisierte Ängste und Sorgen
  • Traumafolgestörungen und Reaktionen auf Belastungen: z.B. Reaktionen auf belastende Lebensereignisse, Anpassungsschwierigkeiten an Veränderungen, Posttraumatische Belastungsstörung und Komplexe Posttraumatische Belastungsstörung
  • Essstörungen: z.B. restriktives Essverhalten, bulimisches Essverhalten, Binge Eating, Störung des Körperbildes, zwanghafte Beschäftigung mit den Themen Gewicht und Essen
  • ADHS im Erwachsenenalter
  • Persönlichkeitsstörungen und -akzentuierungen: z.B. Emotional Instabile Persönlichkeitsstörung (Borderline-Persönlichkeitsstörung)
  • Somatoforme Störungen: z.B. Schmerzen und psychosomatische Beschwerden
  • Psychokardiologie: z.B. Anpassungsschwierigkeiten und Ängste im Zusammenhang mit kardiologischen Erkrankungen (Herzinfarkt, Vorhofflimmern) 


Weitere Problembereiche, die ich mit Ihnen bearbeiten kann:

  • Verlust und Trauer
  • Probleme im Bereich Selbstwert und Selbstakzeptanz
  • Emotionsregulation und Impulskontrolle
  • Umgang mit den Themen Krankheit, Altern und Tod
  • Stress und Überlastung, Burn-Out
  • arbeitsbezogene Probleme, Mobbing, Bossing
  • Partnerschaftsprobleme

Therapeutische Ansätze

Ich bin im Richtlinienverfahren Verhaltenstherapie mit schema-therapeutischem Schwerpunkt ausgebildet. Ich halte dabei aber wenig von der dogmatischen und unflexiblen Anwendung bestimmter Vorgehensweisen oder einem streng manualisierten Vorgehen. Stattdessen bin ich sehr offen für therapeutische Ansätze und Methoden aus verschiedenen Bereichen. Je nach Problembereich, Ihren persönlichen Therapiezielen und Bedürfnissen wähle ich in Absprache mit Ihnen passende Behandlungselemente und Methoden aus. Ich bilde mich aus diesem Grund regelmäßig zu verschiedenen Themen fort. Dazu gehören DBT und IRRT, weitere traumatherapeutische Methoden und Schematherapie zu verschiedenen Schwerpunkten.
Ich habe zudem eine Zusatzausbildung zum Thema Psychokardiologie.


Schematherapie:
Ein Schema ist ein Muster mit wiederkehrenden emotionalen, gedanklichen und verhaltensbezogenen Reaktionen auf bestimmte Situationen oder Auslöser. Es geht in der Schematherapie darum, diese Muster zu erkennen, die biografischen Ursprünge zu erarbeiten und problematische Muster "aufzubrechen" und alternative Reaktionsmuster zu erarbeiten.

DBT:
Die dialektisch-behaviourale Therapie (DBT) wurde zur Behandlung der Borderline-Persönlichkeitsstörung bzw. emotionaler Instabilität entwickelt. Ein wichtiger Bestandteil ist das Vermitteln von Fertigkeiten (Skillstraining) zum Umgang mit Anspannungszuständen und überflutenden Gefühlen. DBT wird inzwischen nicht nur für die Behandlung der Borderline-Störung eingesetzt, sondern kann in jedem Kontext zum Einsatz kommen, in dem es um die Verbesserung der Anspannungs- und Emotionsregulation, der Impulskontrolle und den Abbau selbst- und fremdschädigender Verhaltensweisen geht.

Traumatherapie:
Traumatherapie als Überbegriff umfasst eine Vielzahl von Methoden und Ansätzen. Dazu gehören zunächst eine gründliche Diagnostik und Aufklärung über die Symptome und Hintergründe. Die darauffolgende Therapie gliedert sich in 3 Abschnitte:

Stabilisierungsphase: Es geht zunächst um eine Erleichterung des Alltags und eine bessere Kontrolle über Symptome wie Wiedererleben, Anspannungszustände und überflutende schmerzhafte Gefühle. Es kommen dabei bspw. Imaginationsübungen, Elemente aus der DBT (s.o.) zur Verbesserung der Emotionsregulation und der zwischenmenschlichen Fähigkeiten zum Einsatz. 

Bearbeitungsphase: In diesem Behandlungsabschnitt werden dann ausgewählte belastende Erinnerungen gemeinsam durchgearbeitet. Das Ziel ist dabei die Reduktion von Wiedererleben bzw. der damit verbundenen Belastung. In meiner Arbeit hat sich dabei die Methode IRRT (s.u.) besonders bewährt. Darüber hinaus stehen weitere Methoden wie die sog. "Bildschirm-Technik" oder auch NET zur Verfügung.

Integrationsphase: Abschließend wird gemeinsam eine Einordnung des Erlebten vorgenommen und eine Perspektive für die Zukunft erarbeitet. Neben den bereits genannten Methoden können hier schema-therapeutische (s.o.) und erlebnisorientierte Methoden gut zum Einsatz kommen.

Systemische Ansätze:

 Systemische Ansätze betrachten über die individuelle Perspektive des Betroffenen hinaus auch seine Systeme - also die sozialen Bezugsrahmen wie z.B. die Partnerschaft, Familie oder das Arbeitsteam. Die Gesamtdynamik im System und insbesondere die Rolle des Betroffenen im System werden hierbei mit besonderer Aufmerksamkeit betrachtet und z.B. mittels symbolischer Aufstellungen des gesamten Systems bearbeitet.


IRRT:
Die Imagery Rescripting & Reprocessing Therapy (IRRT) ist eine trauma-fokussierte Methode, die zur Bearbeitung belastender Erinnerungen/Bilder auch in anderen Kontexten angewendet werden kann. Innere Blockaden, welche die Verarbeitung belastender Erlebnisse behindern, können mit dieser Methode effektiv aufgelöst werden. Eine Besonderheit ist weiterhin, dass die Bearbeitung nicht rational-kognitiv erfolgt, sondern über eine intensive emotionale Aktivierung funktioniert.

Anna Kalina


Approbierte Psychologische Psychotherapeutin, Verhaltenstherapie

Behandlungen auf Deutsch

Angebot an:


  • Privat Versicherte 
  • Beihilfeberechtigte
  • Selbstzahlende
  • Versicherte der BAHN-BKK

Kontakt

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